Ein Wochenende in New York

Schon als wir wussten, dass es für uns ein Jahr nach Montréal geht, entstand der Wunsch, die Gelegenheit zu nutzen und uns auch New York anzuschauen. So nah und unkompliziert zu errreichen wird diese Stadt für uns nicht mehr sein. Ein besonderer Wunsch von Sophie war es, New York zur Weihnachtszeit zu besuchen. Da die Kinder am ersten Dezember schulfrei hatten, nutzen wir die Gelegenheit und buchten ein Hotel über das verlängerte erste Adventwochenende. In Queens, mitten in Flushing (dem größten Chinatown außerhalb Asiens) fanden wir ein bezahlbares Hotel, das sogar in der Nähe einer U-Bahn – Station liegt.

Am Nachmittag des 30.11. machten wir uns, etwas später als geplant, auf den Weg der gut 600 km langen Strecke. Nach dem wir uns über eine Stunde durch den Montréaler Feierabendverkehr gequält hatten, kamen ohne weitere Staus und Wartezeit an der Grenze im Hotel an und Dominik hat sogar direkt vor dem Hotel einen Parkplatz gefunden, auf dem wir kostenlos bis zu unserer Abreise stehen konnten.

Am nächten Morgen fuhren wir zunächst mit der U-Bahn nach Brooklyn um von dort über die Brooklyn – Bridge nach Manhattan zu laufen.

In Manhattan hat uns unser Weg am Ground Zero vorbei geführt und wir waren von der Atmosphäre, die dort herrscht, sehr ergriffen. Durch die Fragen unserer Kinder wurde uns so richtig bewusst, wie lange das ganze doch schon her ist und wie sehr es sich in unsere Erinnerungen gebrannt hat.

Später sind wir dann mit der Staten Island Ferry gefahren, um die Aussicht auf die Freiheitsstatue und die Skyline zu genießen, bevor der große Regen einsetzen sollte.

Zurück in Manhattan hat uns unser Weg vorbei an der Börse zur Wall Street geführt.

Von dort aus sind wir mit der U-Bahn Richtung Chinatown gefahren, um dort Mittag zu essen. In einem kleinen Restaurant hatten wir sehr leckere Pekingente, die für New Yorker Verhältnisse sogar wirklich bezahlbar war.

Clara wollte gerne in das Spielzeuggeschäft von „Kevin allein in New York“, das seit einigen Jahren im Rockefeller Centre geöffnet hat, nachdem das ursprüngliche Geschäft aus dem Film Pleite gegangen ist. Leider war dort so viel Betrieb, dass die Schlange für den Einlass um das ganze Haus rum ging. So wichtig war es ihr dann doch nicht, dass sie dafür so lange warten wollte. Also schauten wir uns den berühmten Weihnachtsbaum davor an und erkannten auch so einige Schauplätze aus dem Film.

Jetzt fing es leider richtig an zu schütten und es war überall richtig voll. Da wir an dem Abend aber noch Karten für die Aussichtsplattform Summit auf dem One Vanderbilt hatten, sind wir noch über den Times Square geschlendert. Auch wenn wir am Ende ziemlich nass waren, war es sehr sehenswert.

Trotz nach wie vor starkem Regen, war die Aussicht von der Plattform großartig und ein tolles Erlebnis für uns alle.

Am nächten Morgen haben wir uns gleich als erstes auf den Weg zum MoMa gemacht. Auch wenn die Kinder nicht allzu begeistert waren, von der Idee das Museum of Modern Art zu besuchen, fanden sie es am Ende doch ganz spannend, ihnen bekannte Bilder mal „in echt“ zu sehen.

Da der Regen über Nacht nachgelassen hatte und das Wetter inzwischen ganz gut war, nutzten wir die Gelegenheit um zum Central – Park zu spazieren.

Am Abend trennten wir uns. Während Clara und ich ins Hotel fuhren, besuchten Dominik und Sophie ein NBA – Spiel. Ein besonderer Wunsch von Dominik.

Am nächtsten Morgen sind wir vor unserer endgültigen Abreise noch nach Harlem gefahren. Unser Ziel war es, dort einen Gospelgottesdienst zu besuchen. Diese finden dort traditionell sonntags in fast jeder der vielen Kirchen statt. Nach einem Frühstück in einem sehr originellen Cafe in einem Blumenladen fanden wir eine kleinere Kirche, wo um 11:00 Uhr ein Gottesdienst stattfinden sollte. Wir wurden sehr herzlich begrüßt und auch während des Gottesdienstes nochmal extra willkommen geheißen. Wir feierten zusammen Abendmahl und die Gemeindegesänge mit Soloeinlagen waren wirklich beieindruckend. Dieser Gottesdienst war wirklich sehr besonders und ein wunderschöner Abschluss unserer Reise und eine gute Einstimmung auf die Adventszeit.

New York ist sehenswert, aber so richtig gepackt hat uns die Stadt nicht. Das kann natürlich am vielen Regen liegen oder an der Tatsache, dass wir seit 4 Monaten in einer anderen amerikanischen Großstadt leben und maches für uns nicht mehr ganz so beeindruckend ist. Wir fanden es sehr voll und hektisch. Ob es in der Vorweihnachtszeit besonders voll ist, wissen wir nicht. Wir waren ganz froh, dass wir in Montréal leben und es hier etwas gemütlicher zugeht. Zu bieten hat die Stadt unserer Meinung nach mindestens genauso viel.

Eine Antwort zu „Ein Wochenende in New York”.

  1. Danke für den schönen und anschaulichen Bericht mit den eindrucksvollen Bildern über euren Besuch in dem vorweihnachtlichen New York.
    Sabine und Klaus

    Like

Hinterlasse eine Antwort zu Sabine Antwort abbrechen