1000 Islands

Über Pfingsten konnten wir dank des langen Wochenendes nochmal einen Kurzurlaub einschieben. Die Kinder hatten am Freitag wegen eines PED-Days frei und am Montag war in Quebec ein Feiertag. So mieteten wir über das verlängerte Wochenende eine Hütte an einem See nahe der Stadt Kingston in Ontario. Die Hütte lag traumhaft im hinteren Teil des Grundstücks der Vermieter direkt am See.

So verbrachten wir den ersten Tag und Abend nach unserer knapp 4- stündigen Anreise auf dem Grundstück. Da das Wetter sehr schön war, wagten wir sogar einen Sprung ins Wasser und waren überrascht, dass es gar nicht so kalt war wie erwartet. Nach dem Abendessen gab es, wie an allen folgenden Abenden Lagerfeuer und Smores. Clara übernahm dabei sehr gerne die Rolle der Hüterin des Feuers und machte das ganz wunderbar.

Am nächsten Tag fuhren wir in das etwa 30 km entfernte Kingston und erkundeten die Stadt. Sie liegt am Abfluss des St. Lorenz – Stroms aus dem Ontariosee und damit am Gebiet der 1000 Islands.

Kingston beherbergt auf Grund seiner geographischen Lage schon viele Jahrhunderte die meisten und sichersten Gefängnisse Kanadas. So ist es auch kein Wunder, dass das nationale Gefängnismuseum sich ebenfalls dort befindet. Das haben wir uns natürlich angeschaut und waren sehr beeindruckt von den vielen kreativen Ausbruchswerkzeugen, die dort ausgestellt sind.

Eine weitere Attraktion in Kingston ist das ehemalige, in allen Details erhaltene Wohnhaus des ersten kanadischen Premiermenisters Macdonald. Wir hatten das Glück, dass das Museum genau am Tag unseres Besuchs nach sechsjähriger Schließung wiedereröffnet wurde. Das Haus und das Grundstück sind ein Traum und wir sind uns einig, dass wir dort sofort einziehen würden.

Am Sonntag haben wir dann eine Schiffsfahrt durch die 1000 Islands unternommen. Das Gebiet ist riesig und erinnert uns ein wenig an den Schärengarten vor Göteborg, nur dass diese Inseln im St. Lorenzstrom liegen. Fast jede Insel ist mit einem Sommer- bzw. Wochenendhaus bebaut und auch an den Ufern stehen teils beeindruckende Villen. Zum Glück tut dies der Schönheit dieses Fleckchens Natur keinen Abbruch. Seht selbst:

Nach einem Nachmittag am Strand gab es am Abend natürlich wieder Feuer und Smores und eine abendliche Kanutour.

Am nächten Tag machten wir auf dem Rückweg noch einen Zwischenstop im Freilichtmuseum Upper Canada Village. Wir waren begeistert mit wie viel Liebe dieses Museum betrieben wird und werden bald wieder kommen.

Wir haben den Kurzulaub sehr genossen. Es war ein Wochenende wie aus dem kanadischen Bilderbuch.

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