Der Oktober hat sich hier von seiner goldenen Seite gezeigt, so dass wir den Indian Summer so richtig genießen konnten. Bis Ende Oktober hatten wir fast ausschließlich Temperaturen um die 20°C. So haben wir die Wochenenden genutzt, um die Stadt und das Land weiter zu erkunden. Hier ein paar Eindrücke von Montréal:


Wir waren wir über das verlängerte kanadische Thangsgiving – Wochenende (in Kanada schon Anfang Oktober) in Quebec City. Auch wenn das Wetter an diesem Wochenende nicht so besonders gut war, haben wir die Zeit dort doch sehr genossen. Quebec City ist eine der ältesten, geschichtsträchtigsten Städte Nordamerikas und es gibt viel zu entdecken. Neben der Altstadt haben wir auch das Musée de la Civilisation besucht und die Zitadelle besichtigt.





Bevor wir am nächsten Tag wieder zurück Richtung Montréal gefahren sind, haben wir uns noch den Montmorency-Wasserfall angeschaut. Er ist mit 83m immerhin 30 Meter höher als die Niagarafälle.



An den nächsten Wochenenden haben wir verschiedene Ausflüge in die Laurentides unternommen, das Gebirge, das sich nördlich von Montréal erstreckt. Kaum vorstellbar, dass wir in wenigen Wochen hier Ski fahren werden.


Ende Oktober wurde es dann schlagartig kälter. Am Samstag haben wir noch bei über 20°C die Aussicht auf dem Mont-Royal genossen und am Sonntag war es in Mont – Tremblanc dann schon richtig kalt. Der Ausflug war trotzdem wunderschön und wir freuen uns schon auf unseren Skiurlaub dort.






Montags, am 30.10. ist dann in Montréal auch der erste Schnee gefallen. Das hat sich inzwischen mehrmals wiederholt. Trotzdem tragen einige Bäume noch immer ihr Laub.
An einem Sonntag im November haben wir das Museum of Illusions besucht und an einem weiteren Wochenende, an dem das Wetter nicht mehr ganz so schön war, das Planetarium. Das befindet sich nicht weit von uns im Olympiapark.



Neben unseren Wochenendausflügen ist hier inzwischen auch die Woche über einiges los. Dazu ein kurzes Update zu den einzelnen Familienmitgliedern:
Dominik ist inzwischen bei der Arbeit ganz schön eingebunden und betreut mehrere Projekte gleichzeitig. Im Moment stehen auch die Jahresabschlussprüfungen bei den Banken an, das macht den Monat November sehr arbeitsintensiv. Mit den Kolleg*innen versteht er sich gut und sie waren jetzt schon mehrmals zusammen beim Sport oder zusammen Essen.
Sabine hat seit Ende Oktober einen Englisch – Intensiv – Kurs in der International Language School des YMCA besucht. Auch wenn der täglich stattfindende Kurs seinem Namen alle Ehre macht und wirklich intensiv ist, wird es bestimmt nicht der letzte sein, denn er hat großen Spaß gemacht und sie hat viel dazugelernt. Nicht nur über die Sprache, sondern auch über das Land Kanada, die Heimatländer der Mitschüler*innen (Saudi-Arabien, Iran, Kongo, Frankreich). Es war eine tolle Gruppe.
Sophie geht weiterhin sehr gerne in die Schule. Letzte Woche gab es auch schon die ersten Zeugnisse und sie konnte mit ihrem sehr zufrieden sein. Sie spielt mittlerweile im Bläserensemble des Orchestre des jeunes du Mont Royal und geht jeden Samstag Nachmittag zur Probe.
Clara versteht immer besser Englisch und kommt in der Schule gut mit. In ihrem Zeugnis stand extra, dass sie in allen Fächern wie eine englische Muttersprachlerin bewertet wurde. Trotzdem lag sie in fast allen Fächern über dem Klassenschnitt. Cellounterricht bekommt sie nun immer montags im Conservatoire de musique de Montréal, das der Musikhochschule angeschlossen ist. Sie versteht sich trotz der Sprachbarriere gut mit ihrer jungen Lehrerin und hat weiterhin Spaß am musizieren.
Wie ihr seht es geht es uns allen gut. Trotzdem gibt es ein paar Dinge, die wir vermissen: Apfelschorle, richtige Brezeln, Kohlrabi (den gibt es hier tatsächlich nur sehr selten) sind ein paar der Dinge auf die wir uns schon freuen, wenn wir wieder in Deutschland sind.
Sich differenziert ausdrücken zu können, ist für uns in unserer Muttersprache selbstverständlich und ich würde behaupten, wir verfügen alle vier über einen großen Wortschatz. Hier stoßen wir da natürlich regelmäßig an unsere Grenzen, und es ist ganz schön ungewohnt, mit wenigen Worten auskommen zu müssen und trotzdem das zu sagen, was man ausdrücken will. Aber wir erweitern unseren englischen Wortschatz täglich und bis jetzt wurden wir meistens verstanden.
In diesem Herbst konnten wir die Stadt, das Land und die Eigenarten noch besser kennenlernen und obwohl vieles schon vertraut ist, staunen wir über manche Dinge immer wieder mal.
So sind die Quebecer, ähnlich wie die Franzosen, sehr streikbegeistert. Die Schulbusfahrer streiken unbefristet, nun bereits in der 4. Woche. Das alleine finden wir schon recht ungewöhnlich, aber seit dieser Woche streiken nun auch alle Lehrer. Das heißt die Kinder sind daheim und haben weder Schule noch Fernunterricht. Am Montag hatten sie den vorläufig letzten Schultag und kamen mit der Info heim, dass es sein kann, dass der Streik auch unbefristet weitergeführt wird.
Jetzt freuen wir uns auf den Dezember und die Advents- und Weihnachtszeit. Diese hält für uns einige spannende Ereignisse bereit. Am nächsten Wochenende werden wir nach New York fahren und Mitte Dezember bekommen wir Besuch aus Deutschland, der über Weihnachten bleibt und mit uns gemeinsam in den Skiurlaub fährt. Außerdem sind wir gespannt auf die Weihnachtstraditionen hier in Kanada und freuen uns einfach, das mal mitzuerleben.
Zum Schluss noch ein paar Bilder vom herbstlichen Mont Royal



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